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Normen für Spargel  Balken

     
 
  Für Spargel gilt seit 2009 die allgemeine Vermarktungsnorm

Die allgemeine Vermarktungsnorm löst seit 2009 die spezielle EG-Vermarktungsnorm für Spargel ab.

Die EG-Norm oder die UNECE-norm für Spargel ist anzuwenden, sobald das Produkt außerhalb der Direktvermarkung, ab Hof oder ab Feld, gehandelt wird.

Sie gilt nicht bei selbst erzeugtem Obst und Gemüse, dass auf selbst bewirtschafteten Flächen außerhalb der Hofstelle oder auf der Hofstelle selbst angeboten wird. Sobald die Vermarktung allerdings auf Flächen stattfindet, die nicht durch den Betrieb bewirtschaftet werden, ist entweder die allgemeine Vermarktungsnorm bzw. die UNECE- Norm heranzuziehen.

In §3 der VO 1580/2007 wird Bezug genommen auf Ausnahmen und Befreiungen von der Anwendung der Vermarktungsnormen.

Unter (1) b) erfolgt der Hinweis auf "Erzeugnisse, die der Erzeuger für den persönlichen Bedarf des Verbrauchers ab Hof abgibt"

Die Auslegung des o.g. Begriffes "Ab-Hof-Verkauf"wird durch das BMELV so vorgegeben:
Ab-Hof-Verkauf" ...ist die Abgabe von selbsterzeugten Produkten von der Hofstelle selbst und von den bewirtschafteten Betriebsflächen, nicht aber der Verkauf auf Wochen- oder Bauernmärkten.

QuP Obst und Gemüse üb.Vers.Sutor

UNECE-Norm: Norm FFV-04 für die Vermarktung und Qualitätskontrolle von Spargel


I. BEGRIFFSBESTIMMUNG
Diese Norm gilt für Spargelstangen der aus Asparagus
officinalis L. hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung
in frischem Zustand an den Verbraucher, Spargel für die
industrielle Verarbeitung fällt nicht darunter.
Die Spargelstangen werden entsprechend ihrer Farbe in vier
Gruppen unterteilt:
  • weißer Spargel,
  • violetter Spargel, dessen Köpfe zwischen rosa und violett oder purpurrot gefärbt sind und bei dem ein Teil der Stange weiß ist,
  • violett-grüner Spargel, der zum Teil violett und grün gefärbt ist,
  • Grünspargel, dessen Köpfe und der größte Teil der Stange grün sind.

    Diese Norm gilt nicht für Grünspargel und violett-grünen Spargel von weniger als 3 mm Durchmesser und weißen und violetten Spargel von weniger als 8 mm Durchmesser, gepackt in einheitlichen Bündeln oder Kleinpackungen.
II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE QUALITÄT
Die Norm bestimmt die Qualitätsanforderungen, die Spargel
nach Aufbereitung und Verpackung bei der Exportkontrolle aufweisen muss.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen müssen die Stangen vorbehaltlich
besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der
zulässigen Toleranzen sein:
  • ganz,
  • gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen
  • Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,
  • frei von Schäden infolge unsachgemäßen Waschens
    (die Stangen können gewaschen, dürfen aber nicht „gewässert“ sein)
  • sauber; praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,
  • von frischem Aussehen und frischem Geruch,
  • praktisch frei von Schädlingen,
  • praktisch frei von Schäden durch Schädlinge,
  • praktisch frei von Druckstellen,
  • frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit, d. h. angemessen „abgetrocknet“, wenn sie gewaschen oder mit kaltem Wasser gekühlt worden sind,
  • frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.
  • Die Schnittfläche am unteren Ende der Stangen muss möglichst glatt sein.
4. Außerdem dürfen die Stangen weder hohl, noch
gespalten, geschält oder gebrochen sein. Kleine
Risse, die nach dem Stechen entstanden sind, sind
jedoch zulässig, soweit sie die in Kapitel IV. A.
Gütetoleranzen festgelegten Grenzen nicht überschreiten.
Entwicklung und Zustand des Spargels müssen so sein,
dass er:
  • Transport und Hantierung aushält und
  • in zufrieden stellendem Zustand am Bestimmungsort ankommt.
B. Klasseneinteilung
Spargel wird in die drei nachstehend definierten Klassen
eingeteilt:
i) Klasse „Extra“
Stangen dieser Klasse müssen von höchster Qualität,
sehr gut geformt und praktisch gerade sein. Unter
Berücksichtigung der normalen Eigenschaften der Gruppe,
zu der sie gehören, müssen ihre Köpfe sehr fest
geschlossen sein. Nur wenige sehr leichte Spuren von Rost
auf den Stangen, die beim normalen Schälen durch den
Verbraucher entfernt werden, sind zulässig. In der Gruppe
des weißen Spargels müssen Köpfe und Stangen weiß sein,
nur eine leichte Rosafärbung auf den Stangen ist zulässig.
Grünspargel muss vollständig grün sein. In dieser Klasse
dürfen die Stangen keinerlei Spuren von Verholzung
aufweisen. Der Schnitt am unteren Ende der Stangen muss
annähernd rechtwinklig sein. Bei Spargel in Bündeln können
jedoch die äußeren Stangen zur Verbesserung der
Aufmachung etwas abgeschrägt werden, sofern diese
Abschrägung 1 cm nicht überschreitet.
ii) Klasse I
Stangen dieser Klasse müssen von guter Qualität und gut
geformt sein. Sie können leicht gebogen sein. Unter
Berücksichtigung der normalen Eigenschaften der Gruppe,
zu der sie gehören, müssen die Köpfe fest geschlossen sein.
Leichte Spuren von Rost, die beim normalen Schälen durch
den Verbraucher entfernt werden, sind zulässig. In der
Gruppe des weißen Spargels ist eine leichte Rosafärbung
auf den Köpfen und den Stangen zulässig.
Grünspargel muss auf mindestens 80 % seiner Länge grün
sein. In der Gruppe des weißen Spargels sind holzige
Stangen nicht erlaubt. In den anderen Gruppen ist eine
leichte Verholzung am unteren Teil der Stange zulässig,
sofern diese Verholzung beim normalen Schälen durch den
Verbraucher entfernt wird. Der Schnitt am unteren Ende
der Stangen muss annähernd rechtwinklig sein.

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iii) Klasse II
Zu dieser Klasse gehören Stangen, der nicht in die höheren
Klassen eingestuft werden können, die aber den vorstehend
definierten Mindesteigenschaften entsprechen. Im Vergleich
zur Klasse I können die Stangen weniger gut geformt und
stärker gebogen sein. Unter Berücksichtigung der normalen
Eigenschaften der Gruppe zu der sie gehören, können die
Köpfe leicht geöffnet sein.
Spuren von Rost, die beim normalen Schälen durch den
Verbraucher entfernt werden, sind zulässig. Die Köpfe des
weißen Spargels können eine Färbung einschließlich einer
grünlichen Färbung aufweisen. Die Köpfe des violetten
Spargels können eine leichte Grünfärbung aufweisen.
Grünspargel muss auf mindestens 60 % seiner Länge grün
sein. Die Stangen dürfen leicht holzig sein. Der Schnitt am
unteren Ende der Stangen darf leicht abgeschrägt sein.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG
Die Größe wird bestimmt nach der Länge und dem Durchmesser der Stange:
A. Größensortierung nach der Länge
Die Länge der Stangen muss betragen:
  • über 17 cm für langen Spargel,
  • 12 bis 17 cm für kurzen Spargel
  • für Spargel der Klasse II im Packstück geschichtet,
    nicht gebündelt:
a) für weißen und violetten Spargel: 12 bis 22 cm
b) für violett-grünen Spargel und Grünspargel: 12 bis 27 cm
  • weniger als 12 cm für Spargelspitzen.
Die zulässige Höchstlänge für weißen und violetten Spargel
beträgt 22 cm und für violett-grünen Spargel und
Grünspargel 27 cm. Der Höchstunterschied in der Länge
der Stangen in fest gepackten Bündeln darf 5 cm nicht überschreiten.
B. Größensortierung nach dem Durchmesser
Der Durchmesser der Stangen wird in der Mitte, bezogen
auf ihre Länge, ermittelt.

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Für Mindestdurchmesser und Größensortierung ist
Folgendes festgelegt:
Weißer und violetter Spargel:
Klasse Mindestdurchmesser Größensortierung
„Extra“ 12 mm Zulässiger Unterschied von 8 mm zwischen
dünnster und dickster Stange in einem Packstück oder
Bündel
I 10 mm zulässiger Unterschied von 10 mm
zwischen dünnster und dickster Stange in einem
Packstück oder Bündel
II 8 mm Keine Vorschriften für die Gleichmäßigkeit
Violett-grüner Spargel und Grünspargel:
Klasse Mindestdurchmesser Größensortierung
„Extra“ und
I 3 mm Zulässiger Unterschied von 8 mm zwischen
dünnster und dickster Stange in einem Packstück
oder Bündel
II 3 mm Keine Vorschriften für die Gleichmäßigkeit

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN
Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück für
Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der an-
gegebenen Klasse genügen.

A. Gütetoleranzen
i) Klasse „Extra“
5 % nach Anzahl oder Gewicht Stangen, die nicht den
Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen
der Klasse I – in Ausnahmefällen einschließlich der
Toleranzen dieser Klasse – genügen oder die leichte,
unvernarbte, nach dem Stechen entstandene Risse
aufweisen.
ii) Klasse I
10 % nach Anzahl oder Gewicht Stangen, die nicht den
Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen
der Klasse II – in Ausnahmefällen einschließlich der
Toleranzen dieser Klasse – genügen oder die leichte,
unvernarbte, nach dem Stechen entstandene Risse aufweisen.
iii) Klasse II
10 % nach Anzahl oder Gewicht Stangen, der weder den
Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften
entsprechen, ausgenommen sind jedoch Stangen mit
Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr
ungeeignet machen.
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Zusätzlich dazu sind 10 % nach Anzahl oder Gewicht hohle
Stangen zulässig oder Stangen mit sehr leichten Rissen, die
beim Waschen entstanden sind. Keinesfalls dürfen mehr als
15 % hohle Stangen in einem Packstück oder Bündel sein.
B. Größentoleranzen
In allen Klassen: 10 % nach Anzahl oder Gewicht Stangen,
die nicht der angegebenen Größe entsprechen, wobei sie
höchstens um 1 cm in der Länge und 2 mm im Durchmesser
von den jeweiligen Grenzwerten abweichen dürfen.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG
A. Gleichmäßigkeit
Der Inhalt jedes Packstücks oder jedes Bündels in einem
Packstück muss einheitlich sein und darf nur Spargel
gleichen Ursprungs, gleicher Qualität, gleicher Farbgruppe
und gleicher Größe (falls nach Größen sortiert ist)
umfassen. Ungeachtet dessen sind in Hinblick auf die
Färbung Stangen, die zu einer anderen Farbgruppe gehören,
innerhalb folgender Grenzen zulässig:
a) weißer Spargel: 10 % nach Anzahl oder Gewicht violetter
Spargel in den Klassen „Extra“ und I und 15 % in der
Klasse II,
b) violetter Spargel, violett-grüner Spargel und
Grünspargel: 10 % nach Anzahl oder Gewicht Spargel einer
anderen Farbgruppe. Im Falle der Klasse II ist eine
Mischung von weißem und violettem Spargel zulässig,
sofern dies in der Kennzeichnung entsprechend angegeben
ist. Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks oder
Bündels muss für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Verpackung
Der Spargel muss so verpackt sein, dass das Erzeugnis
angemessen geschützt ist. Das im Inneren des Packstücks
verwendete Material muss neu, sauber und so beschaffen
sein, dass es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder
inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung
von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern
mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung
oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff
verwendet werden.
Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

C. Aufmachung
Spargel kann wie folgt aufgemacht sein:
i) in fest gepackten Bündeln:
Die Stangen an der Außenseite jedes Bündels müssen in
Aussehen und Durchmesser dem Durchschnitt des ganzen
Bündels entsprechen, In der Klasse „Extra“ müssen die
Stangen, die in Bündeln gepackt sind, die gleiche Länge
aufweisen.
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Die Bündel müssen im Packstück regelmäßig geschichtet
sein, wobei jedes Bündel durch Papier geschützt sein kann.
Die Bündel eines Packstücks müssen von einheitlichem
Gewicht sein.
ii) nicht in Bündeln, geschichtet im Packstück.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG
Jedes Packstück 1 muss zusammenhängend auf einer Seite
folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von
außen sichtbaren Buchstaben aufweisen:
A. Identifizierung
Packer und/oder Absender: Name und Anschrift oder von
einer amtlichen Stelle erteilte oder anerkannte kodierte
Bezeichnung 2.
B. Art des Erzeugnisses
– „Spargel“ gefolgt von der Angabe „weiß“, „violett“,
„violett-grün“ oder „Grünspargel“, wenn der Inhalt des
Packstücks von außen nicht sichtbar ist, und, gegebenenfalls
die Angabe „kurz“ oder „Köpfe“ oder „Mischung weiß
und violett“.
C. Ursprung des Erzeugnisses
– Ursprungsland und – wahlfrei – Anbaugebiet oder
nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung.
D. Handelsmerkmale
– Klasse
– Größe ausgedrückt
a) bei Spargel, der den Regeln der Gleichmäßigkeit
unterliegt, durch den Mindest- und Höchstdurchmesser,
b) bei Spargel, der den Regeln der Gleichmäßigkeit
nicht unterliegt, durch den Mindestdurchmesser, gefolgt
vom Höchstdurchmesser oder den Worten „und darüber“.
– bei Spargel, der in Bündeln oder Kleinpackungen
gepackt ist, die Anzahl der Bündel oder die Zahl der
Kleinpackungen.
E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)



Veröffentlicht 1963
Überarbeitet 1996, 1999
Die UNECE-Norm für Spargel ist die Grundlage einer vom
OECD-Schema veröffentlichten Erläuterungsbroschüre
1 Verpackungseinheiten vorverpackter Ware, die für den direkten Verkauf an den Verbraucher bestimmt sind, sind nicht Gegenstand dieser Kennzeichnungsvorschriften, sie müssen aber den nationalen Vorschriften entsprechen. Die betreffende Kennzeichnung muss jedoch in jedem Fall auf der Transportverpackung angebracht sein, die solche Verpackungseinheiten enthält.
2 Nach den Rechtsvorschriften einiger Staaten ist die klare Angabe von Name und Anschrift vorgeschrieben. Falls jedoch eine kodierte Bezeichnung verwendet wird, muss die Angabe „Packer und/oder Absender“ (oder entsprechende Abkürzungen) in unmittelbarem Zusammenhang mit der kodierten Bezeichnung angebracht sein.